Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt

SPD Schleswig-Holstein

12. November 2012

Stellungnahme
Rechtsradikale Einstellungen sind kein Randproblem!

Zur heute vorgestellten Studie der Friedrich Ebert Stiftung „Die Mitte im Umbruch“ erklären Ralf Stegner, SPD-Landesvorsitzender und Christopher Schmidt, Vorsitzender der SPD-AG Migration und Vielfalt:

„Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung seit 2006 im Abstand von zwei Jahren erhobenen Zahlen belegen, dass rechte Einstellungen im Vergleich zur letzten Studie wieder gestiegen sind. Dieses Mal sind insbesondere die Zahlen für Chauvinismus und Ausländerfeindlichkeit erschreckend: In Westdeutschland hängen 19,4% der Befragten chauvinistischen und 25,1% ausländerfeindlichen Vorstellungen an. Aber auch die Entwicklungen im Bereich Antisemitismus und Islamfeindschaft sind hochgradig besorgniserregend“, so Schmidt.

Zu den Ursachen der immer weiter verbreiteten rechtsradikalen Einstellungen erklärt Ralf Stegner: „Rechte Einstellungen sind häufig das Resultat einer weit verbreiteten Verunsicherung. Die SPD muss deshalb die Bekämpfung dieser Unsicherheit in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. Nur der Kampf gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die materielle Absicherung von Lebensrisiken und eine Stärkung des gesellschaftlichen Solidaritätsprinzips können die langfristige Grundlage für eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft legen.“

„Wir brauchen dringend eine umfassende und möglichst breite Reaktion der Zivilgesellschaft, denn menschenfeindliche Einstellungen zeigen sich auch über alle Parteipräferenzen hinweg. Mit einem offenen und festen Bekenntnis zur Vielfalt in unserer Gesellschaft lassen sich rassistische Vorurteile abbauen“, so Christopher Schmidt abschließend.

Die Zusammenfassung der Studie „Die Mitte im Umbruch“ finden Sie hier.

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