Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt

SPD Schleswig-Holstein

Bundespolitik

Der Optionszwang muss weg!

Anläss­lich der Ent­schei­dung des Bun­des­ra­tes, die Initia­ti­ve zur Abschaf­fung des Opti­ons­zwan­ges der Bun­des­län­der Baden-Würt­tem­berg, Rhein­land-Pfalz und Schles­wig-Hol­stein ohne Aus­spra­che zur wei­te­ren Bera­tung direkt an die zustän­di­gen Aus­schüs­se der Län­der­kam­mer zu ver­wei­sen, erklärt der Lan­des­vor­sit­zen­de der AG Migra­ti­on und Viel­falt in der SPD Schles­wig-Hol­stein, Chris­to­pher Schmidt:
 
„Wir bedau­ern, dass der Vor­stoß der drei Län­der, den unse­li­gen Opti­ons­zwang abzu­schaf­fen, heu­te nicht im Bun­des­rat dis­ku­tiert und bera­ten wur­de. Wir wün­schen uns sehr, dass die Debat­te wei­ter­geht: in den Fach­aus­schüs­sen des Bun­des­ra­tes, in der Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter­kon­fe­renz in der kom­men­den Woche, und inner­halb der Gro­ßen Koali­ti­on in Ber­lin. Für uns ist klar, dass es kei­ne wei­te­ren Hür­den geben kann. Deutsch­land muss unmiss­ver­ständ­lich klar­ma­chen, dass Kin­der, die hier gebo­ren sind, auch hier­her gehö­ren. Sich in die­ser Situa­ti­on an das Wort ‚auf­ge­wach­sen‘ fest­zu­klam­mern und Nach­wei­se zu ver­lan­gen, ist ein Angriff auf die Iden­ti­tät der Betrof­fe­nen und stellt die Zuge­hö­rig­keit aller Opti­ons­pflich­ti­gen in Fra­ge. Wir unter­stüt­zen daher aus­drück­lich die Hal­tung der schles­wig-hol­stei­ni­schen Lan­des­re­gie­rung und for­dern die­se auf, sich wei­ter­hin für eine Lösung in die­sem Sin­ne ein­zu­set­zen.“

Erklärung zum Ausgang der Bundestagswahl

Im Namen der Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft Migra­ti­on und Viel­falt in der SPD Schles­wig-Hol­stein erklärt der Vor­sit­zen­de Chris­to­pher Schmidt:

Der Stim­men­zu­wachs und der dar­aus resul­tie­ren­de Zuwachs von sechs auf neun Bun­des­tags­man­da­te ist für die SPD Schles­wig-Hol­stein sehr erfreu­lich. Ein wei­te­res posi­ti­ves Zei­chen ist die Tat­sa­che, dass sich die Anzahl der Abge­ord­ne­ten mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on ver­drei­facht hat. Zu nen­nen wären da neu in den Bun­des­tag ein­ge­zo­ge­ne Abge­ord­ne­te wie Metin Hak­ver­di aus Ham­burg, Can­sel Kizil­te­pe aus Ber­lin, Karam­ba Dia­by aus Sach­sen-Anhalt sowie Güli­stan Yüksel und Mah­mut Özde­mir aus Nord­rhein-West­fa­len.

Weni­ger erfreu­lich ist das Gesamt­ergeb­nis von 25,7%. Vie­le Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten, die in den letz­ten Wochen und Mona­ten einen enga­gier­ten und auf­rei­ben­den Wahl­kampf betrie­ben haben, hat­ten sich ein bes­se­res Ergeb­nis mit einer kla­ren Mehr­heit für Rot-Grün erhofft, mit der Per­spek­ti­ve, unse­re For­de­run­gen nach einer sozi­al gerech­te­ren Gesell­schaft auch umzu­set­zen.

Dar­auf kommt es jedoch wei­ter­hin an. Auch dies­mal haben uns vie­le Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund gewählt. Daher ist es eine Fra­ge der Glaub­wür­dig­keit, dass sich die SPD auch in Koali­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen vehe­ment für sie ein­setzt. Das bedeu­tet für uns, dass die inte­gra­ti­ons­po­li­ti­schen Kern­for­de­run­gen aus dem Pro­gramm unver­zicht­ba­rer Bestand­teil eines jeden Koali­ti­ons­ver­tra­ges mit SPD-Betei­li­gung sein müs­sen.

Dazu gehö­ren

• die sofor­ti­ge Abschaf­fung der Opti­ons­pflicht und die Hin­nah­me von Mehr­staa­tig­keit
• die Ver­bes­se­rung der Ange­bo­te zur früh­kind­li­cher Bil­dung
• eine Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­of­fen­si­ve
• die Wie­der­auf­le­bung des Pro­gramms „Sozia­le Stadt“

Klartext: Peer Steinbrück in Kiel

Klartext: Peer Steinbrück in Kiel

Ges­tern sprach Peer Stein­brück in Kiel Klar­text.

Auf das The­ma Migra­ti­ons­po­li­tik ange­spro­chen, sprach er sich dafür aus, Asyl­su­chen­den wäh­rend des lau­fen­den Ver­fah­rens eine Arbeits­ge­neh­mi­gung zu ertei­len, und for­der­te die Abschaf­fung des Opti­ons­zwangs. Außer­dem kün­dig­te er eine gro­ße inte­gra­ti­ons­po­li­ti­sche Rede an.

Wir freu­en uns!