Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt

SPD Schleswig-Holstein

Bundespolitik

Erklärung zum Ausgang der Bundestagswahl

Im Namen der Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft Migra­ti­on und Viel­falt in der SPD Schles­wig-Hol­stein erklärt der Vor­sit­zen­de Chris­to­pher Schmidt:

Der Stim­men­zu­wachs und der dar­aus resul­tie­ren­de Zuwachs von sechs auf neun Bun­des­tags­man­da­te ist für die SPD Schles­wig-Hol­stein sehr erfreu­lich. Ein wei­te­res posi­ti­ves Zei­chen ist die Tat­sa­che, dass sich die Anzahl der Abge­ord­ne­ten mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on ver­drei­facht hat. Zu nen­nen wären da neu in den Bun­des­tag ein­ge­zo­ge­ne Abge­ord­ne­te wie Metin Hak­ver­di aus Ham­burg, Can­sel Kizil­te­pe aus Ber­lin, Karam­ba Dia­by aus Sach­sen-Anhalt sowie Güli­stan Yüksel und Mah­mut Özde­mir aus Nord­rhein-West­fa­len.

Weni­ger erfreu­lich ist das Gesamt­er­geb­nis von 25,7%. Vie­le Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten, die in den letz­ten Wochen und Mona­ten einen enga­gier­ten und auf­rei­ben­den Wahl­kampf betrie­ben haben, hat­ten sich ein bes­se­res Ergeb­nis mit einer kla­ren Mehr­heit für Rot-Grün erhofft, mit der Per­spek­ti­ve, unse­re For­de­run­gen nach einer sozi­al gerech­te­ren Gesell­schaft auch umzu­set­zen.

Dar­auf kommt es jedoch wei­ter­hin an. Auch dies­mal haben uns vie­le Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund gewählt. Daher ist es eine Fra­ge der Glaub­wür­dig­keit, dass sich die SPD auch in Koali­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen vehe­ment für sie ein­setzt. Das bedeu­tet für uns, dass die inte­gra­ti­ons­po­li­ti­schen Kern­for­de­run­gen aus dem Pro­gramm unver­zicht­ba­rer Bestand­teil eines jeden Koali­ti­ons­ver­tra­ges mit SPD-Betei­li­gung sein müs­sen.

Dazu gehö­ren

• die sofor­ti­ge Abschaf­fung der Opti­ons­pflicht und die Hin­nah­me von Mehr­staa­tig­keit
• die Ver­bes­se­rung der Ange­bo­te zur früh­kind­li­cher Bil­dung
• eine Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­of­fen­si­ve
• die Wie­der­auf­le­bung des Pro­gramms „Sozia­le Stadt“